Die Mainstream-Fabrik und ihre Experten!

Die Methodik der dogmatischen Welt…

 

von Andreas Popp

 

Immer wieder beschäftigt mich die Frage, mit welchen Mitteln man das offizielle verzerrte Bild der sogenannten „Wahrheit“ oder „Realität“ in die Köpfe der Menschen einzementiert. Selbst viele gebildete Menschen fallen offenbar auf die Methoden dieser Mainstream-Produktion herein, für mich ein Beweis dafür, dass Bildung und Intelligenz sehr oft getrennte Wege gehen. In Anbetracht der sich immer schneller drehenden geldsyste-matischen Tretmühle nehmen viele Menschen die Nachrichten kritiklos auf, um vermeintlich auf dem Laufenden zu bleiben.

N a c h r i c h t e n, allein dieser Begriff sagt schon aus, das etwas n a c h g e r i c h t e t wird, damit die Menschen sich da n a c h r i c h t e n.

Warum man diese Manipulationen veranstaltet ist klar:

Die Machtinhaber spielen dieses Spiel der Zerstörung aus reiner Profitgier bis zum Erbrechen. Das geht nun schon seit mehr als 2000 Jahren so aber es besteht die Chance, dass diese finstere Zeit sich dem Ende nähert und schon in wenigen Jahrzehnten eine neue positive Ära beginnt.

Die Frage in dieser Ausgabe soll lauten: Wie produziert man eigentlich das jeweils „gültige Allgemeinwissen“?

Jahrhundertelang „wussten“ die Menschen, dass die Erde eine Scheibe ist und Blitz und Donner den Zorn der Götter symbolisierten. Die katholische Kirche lehrte dem Volk, dass Maria ohne Intimverkehr schwanger wurde und vermutlich glauben das heute immer noch Einige. Dem Volk kann man offenbar alles einreden aber wie stellt man es am besten an? Man braucht erst einmal „Experten“ um das Tor zum Kopf des Bürgers zu öffnen. Ich kenne eine Menge Wissenschaftler und Journalisten, die völlig ohne jede Zusatzbezeichnung oder Titel auskommen, wenn sie öffentlich erscheinen.


 

 

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In meinen TV-Interviews erkläre ich auch grundsätzlich, dass mein Name als Einblendung reichen muss, denn die Zuschauer am Bildschirm sollten auch ohne „Expertenzusatz“ erkennen, ob ich etwas vom Thema verstehe oder nicht.

Die Begrifflichkeiten wie „anerkannte Fachleute“, „Sachverständige“ oder „Kenner“ sagen erst einmal nichts aus, zumal sich hinter diesen Figuren oft nur „Handlanger“ der Lobbyisten befinden.

Es klingt halt glaubhafter, wenn in einer Polit-Talkshow der „Wirtschafts-Experte“ dringend vor überzogenen Lohnforderungen warnt, anstatt deutlich zu kommunizieren, das die Unternehmensverbände (von dem der Experte regelmäßig seine „Auslagen“ erstattet bekommt) durch den Druck der Hedge-Fonds gezwungen werden, Gehaltskostensenkungen im Interesse der Rendite-Geier durchzuboxen.

Gigantische Propagandamaschinen, die in Form von Stiftungen oder gemeinnützigen Verbänden auftreten, haben die heutige Medienlandschaft aus meiner Sicht völlig unterwandert. Man sucht Personen mit Professorentitel (egal was sie können), um sie für bestimmte Interessen-gruppen einzusetzen.

Der sogenannte Rentenexperte Prof. Dr. Bert Rürup, der selbst heute noch von unverbesserlichen „Gutmenschen“ als kompetenter Kenner der Materie angesehen wird, ist ein sehr durchschaubares Beispiel. Von der privaten Lebensversicherungswirtschaft offenbar finanziert, tingelte er jahrelang durch die vermeintlich hochwertigen Talkshows, um für die kapitalgedeckten Versicherungen die Werbetrommel zu rühren… sorry, ich meine natürlich „eine kompetente Stellung zu beziehen“.

Heute arbeitet er mit dem ehemaligen „Strukturverkäufer“ Carsten Maschmeyer vom AWD zusammen.

Jeder wirklich kompetente Sachverständige weiß sehr wohl, dass weder die gesetzlichen- noch die privaten Rentenmodelle funktionieren können, da das Geldsystem in beiden Bereichen dasselbe ist aber es geht halt um die Gewinne der Anbieter.

Als ich vor Jahren einmal mit einer Handwerkskammer in Kontakt trat, um den offiziellen Vertretern der meist kleineren Betriebe zu erläutern, dass man die Rahmenverträge mit der Iduna-Versicherung erheblich preis-werter haben könne, fragte man sofort ungeniert, was die Kammer denn davon hätte. Die Antwort: „Zufriedenere Mitglieder in Ihrem Zwangsverein“ aber das reichte den Herrschaften nicht aus. Sie wollten „Provisionen“ sehen, sonst nichts.

Gern bedienen sich auch die Versicherungsgesellschaften, ähnlich wie die Pharmaindustrie „unabhängiger Experten“, die dann ganz deutliche Empfehlungen aussprechen…


 

 

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Da lobe ich mir offensichtlichen „Söldner- Schmieden“, die keinen Hehl daraus machen, von der Industrie bzw. den Banken finanziert zu werden. Wer aus diesen „Schools of Finance and Management“ herauskommt, der weiß dann, wie man trotz dramatischer Wirtschaftslage und gesättigter Märkte noch weiter Marktanteile erobern kann, egal welche Kollateral-schäden man dabei verursacht.

Selbst in den „normalen“ Schulen gibt es sogenannten Wirtschafts-unterricht, wo dann ein Vertreter z.B. einer Sparkasse mit den Schülern „Börsenspiele“ veranstaltet, in denen jeder Jugendliche „mit ein bisschen Glück“ reich werden kann (natürlich nur fiktiv…). Durch dieses pervertierte Schulsystem und den anschließenden Studiengängen zum Bachelor oder MBA ist es kein Wunder, wenn z.B. das Geldsystem oft nicht verstanden wird und planlose junge „Wissenschaftler“ ihre Dogmen abspulen, wenn man mit ihnen spricht.

Das eigentliche Propaganda-System aber läuft wesentlich unerkannter ab. Da sitzen dann gleichgeschaltete von bestimmten Verbänden abhängige Politiker der SPD, CDU, FDP und Grünen in den Talkshows und diskutieren vermeintlich „kontrovers“ ein bestimmtes Thema aber in Wirklichkeit umschifft man nur die eigentlichen Ursachen der Probleme, die behoben werden wollen. Man fordert z.B. harte Einschnitte, von denen die Volksvertreter natürlich selbst niemals betroffen sind.

Diese „V-Leute“ oder IM’s des Geldmonopols nehmen auch gern einmal Lobby-Gelder in die Hand, um in beliebten Fernsehserien bestimmte politische Dialoge einzubauen, die vermeintlich kritisch-politischen Charakter haben aber klare Interessen verfolgen.

Wirkliche Denker mit echten Alternativmodellen für die Gesamtordnung, wie z.B. Götz Werner, Enno Schmidt aber auch ich selbst (in aller Bescheidenheit), bekommen keinen ausreichenden Sendeplatz zur Verfügung gestellt, denn es soll ja gar nichts verändert werden.

Selbst in dieser Zeit, wo jeder halbwegs denkende Mensch erkennen kann, dass wir ein Systemproblem haben, fährt man das neoliberale Standardprogramm weiter. Die alternativen Internetmedien, die auch einmal Tabus brechen, werden diffamiert nach dem Motto: „Spiel nicht mit den Schmuddel-Kindern“.

In dieser Ausgabe möchte ich neben meinem Buch „Das Matrix-Syndrom“ auch das Buch „Die verblödete Republik“ empfehlen, welches Thomas Wieczorek sehr eindrucksvoll verfasste. Wenn das Thema der Totalverblödung der Menschheit nicht so ernst wäre, könnte man beim Lesen dieses Buches nur lachen, denn Wieczorek ist in der Lage, in brillantester Form den täglichen Wahnsinn und deren Drahtzieher zu beschreiben.

Würden mehr Menschen dieses Werk lesen, wären diese „sogenannte Republik“ und deren egozentrischen Machthaber schnell am Ende, denn


 

 

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die vielen Lügen würden dann auffliegen, ob sie nun Demokratie, kapitalgedeckte Rentenversicherung oder Rechtsstaat usw. heißen.

Wir erhöhen im Rahmen des Festhaltens an den Dogmen täglich die Fallhöhe für den Augenblick, wenn diese politische und wirtschaftliche Ordnung bricht (deshalb ist eine mentale und materielle Vorbereitung so wichtig), denn sie wird brechen, besser heute als morgen.

In dieser Zeit zählt nur der gesunde Menschenverstand und auf keinen Fall die „Expertengutachten“, die man gern heranzieht, um das falsche Weltbild zu beweisen. Deshalb arbeite ich so wenig mit Quellennachweisen bei Innovationsmodellen, denn die sind nur etwas für ewig Gestrige, die sich von alten Verkrustungen nicht lösen können.

In meinen kanadischen Seminar-Reisen gehe ich sehr intensiv auf alle diese Themen ein. Infos auf unserer Homepage.

Ihr

Andreas Popp, Juli 2010